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des SV- Niedergrenzebach

Historie

Die Vereinsgeschichte von 1911 bis heute

1911 – 2011 Der SV Blau-Rot 1911 Niedergrenzebach e. V. feiert


Wie bei den meisten Vereinsgründungen dieser Zeit war es Turnvater Jahn, der 1811 auf der Berliner Hasenheide den ersten Turnplatz geschaffen hat und ab diesem Tag als „Bewegungs-Animateur“ für die Zusammenschlüsse begeisterter Turner sorgte.


In Niedergrenzebach war es Johann Georg Hoos, der als Turner in Neukirchen aktiv war und mit etwa 30 Männern den Turn- und Sportverein im Herbst 1911 ins Leben rief.


Der genaue Gründungstag konnte nicht mehr festgestellt werden, Unterlagen gibt es keine mehr, also sind wir heute auf die überlieferten Daten, Namen und Erzählungen angewiesen.


In der Gründungsversammlung mit nur einer Turnabteilung wurde Johannes Wiegand als erster 1. Vorsitzender gewählt, der das Amt bis zur Einberufung zum ersten Weltkrieg ausübte. Während dieser Zeit ruhte das Vereinsleben.


Nach verschiedenen Vorsitzenden wie Johannes Horn und Heinrich Hoos übernahm Helwig Damm die Vereins

führung, der Verein erhielt den Zusatztitel Arbeiter-Turn- und Sportverein. Der so genannte Arbeitersport wurde bis 1933 betrieben und während des zweiten Weltkrieges ganz eingestellt, da die Bücher und Kasse des Vereins eingezogen wurden.


Zwischen 1929 und 1933 wurde als zweite Abteilung die Fußballabteilung gegründet.


Gespielt wurde „brasilianisch“, nämlich in grün/gelb.


Im Jahre 1946 belebten die Kriegsheimkehrer den Verein neu und konnten auch einen großen Teil der Jugend zum Mitmachen animieren. Die Erlaubnis für sportliche Veranstal-tungen liegt im Original vor und damit wurde der Vereinsname Turn- und Sportverein Blau-Rot 1911 Niedergrenzebach amtlich.


Mannschaft 1955: Fachwart Kohl, H.-I. Schwalm, Altmann, Friedrich, P. Bernhardt, Geisel, Wolf I, Wolf II, Seliger, Schüler, Schwalm II, Siebert


Neuer Vorsitzender wurde Georg Stähling, der ebenfalls von der Besatzungsmacht bestätigt wurde. In diesen Jahren nach dem Kriege waren die Mitglieder bemüht, ein geeignetes Sportgelände für den Verein zu finden. Der Sportplatz wurde mehrmals verlegt. Das jetzige Sportgelände wurde 1947/48 unter dem 1. Vorsitzenden Heinrich George hergerichtet. Durch einige Mitglieder, die an der Zeche in Frielendorf beschäftigt waren, konnten Raupenfahrzeuge mitgebracht werden, mit denen das Gelände geschoben wurde. Bezahlt wurde mit Naturalien.


Im Jahre 1959 wurde Franz Kohl zum 1. Vorsitzenden gewählt, der diese Tätigkeit bis 1976 ausübte. Franz Kohl setzte sich aufopferungsvoll für die Belange des Vereins ein. Unter seiner Führung wurde das Vereinsheim am Sportplatz gebaut.


Im Jahr 1966 kam zu der Fußballabteilung auch noch die Sparte Tischtennis hinzu, die sich sehr zur Zufriedenheit entwickelte. Franz Kohl legte sein Amt 1976 als 1. Vorsitzender aus gesundheitlichen Gründen nieder und leitete einen Generationswechsel ein, er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.


Neuer Vorsitzender wurde Hans Lang. Unter seiner Leitung wurde der Verein als gemeinnützig anerkannt, erhielt eine Satzung und durfte im Vereinsnamen den Zusatz e. V. führen.


Er und seine Vorstandskollegen waren weiterhin um den Ausbau des Sportgeländes und des Vereinsheimes bemüht. So konnte 1978/79 an das Vereinsheim angebaut und eine neue Wasserleitung verlegt werden. 1982/83 wurde das Vereinsheim nochmals in größerem Umfang umgebaut, 1982 wurde die Abteilung Jedermänner gegründet.


Die Serie 1983/1984 bescherte der Fußballabteilung den bis dahin größten Erfolg, sie stieg unter Trainer Gerhard "Gele" Orth in die Bezirksliga auf, konnte sich aber nur ein Jahr in dieser Spielklasse halten. Das zweite Mal gelang dies unter Heinrich Nass 1995.


Im Juni 1986 wurde Herbert Hofmann neuer 1. Vorsitzender. In seiner Ära kamen als zusätzliche Sparten die Damen-Gymnastik, die mit ihren Tanzvorführungen oft den Höhepunkt von Veranstaltungen darstellten, und eine Wanderabteilung hinzu. Dadurch konnte 1987 ein Mitgliederzuwachs von ca. 20 % verzeichnet werden.


1988 beteiligte sich der Verein finanziell am Bau der Toilettenanlage am Festplatz und zeigte damit wieder einmal sein Engagement auf Dorfebene. In den Jahren 1988/89 wurde das Sportlerheim an die öffentliche Stromversorgung und das Telefonnetz angeschlossen, 1990 begann die Planung für einen Kioskanbau.


Im Februar 1990 übernahm Wilhelm Peter die Regie im Verein. Unter seinem Vorsitz feierte die Tischtennisabteilung 1991 ihr 25jähriges Jubiläum mit einem Kommers, an den auch der Bürgermeister teilnahm. Das Sportlerheim erhielt einen verbesserten Kühlraum und steht auf Anfrage nun auch für private Zwecke zur Verfügung. In Angriff genommen wurde auch der Bau eines Trainingsplatzes am Sportgelände.


1992 übernahm wiederum Herbert Hofmann das Amt des Vereinsvorsitzenden. Der Bau eines Trainingsplatzes direkt am Sportgelände wurde aus finanziellen Gründen zu den Akten gelegt. 1993 wurde ein Förderverein ins Leben gerufen, und die Jedermänner feierten ihr 10jähriges Jubiläum.


1994/95 bekleidete Wilhelm Wickert das Amt des 1. Vorsitzenden, ehe ihm Peter Lindenthal nachfolgte. 1998 wurde Helmut Balamagi zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unter seiner Regie wurden weitere Arbeiten am Sportplatz getätigt, u. a. wurden zwei Schutzhütten errichtet.


Endlich bekamen die Fußballer auch ihren Trainingsplatz.


Seit 2000 sind wir mit eigener Webseite im Internet vertreten: www.sv-niedergrenzebach.de


Im Januar 2002 wurde erneut Hans Lang zum 1. Vorsitzenden gewählt, ihm folgte im Januar 2004 Gerhard Matthies. Im Januar 2006 wurde nach außerordentlicher Mitglieder-versammlung ein Vorstandsgremium, bestehend aus Gerhard Matthies, Hans Lang und Mirko Klinar installiert. Diesem Gremium gehört an Stelle von Gerhard Matthies seit Januar 2008 Reiner Grebe an.


Unsere "Zwote" wurde 2006 Meister!


Am Ende der Serie 2007 stieg unsere erste Mannschaft in die Kreisoberliga auf und spielt dort in der Gruppe 2, unsere zweite Mannschaft feierte den 2. Meistertitel nach 2006 und spielte in der Kreisliga A, beide Mannschaften verloren jeweils nur 1 Spiel. Jetzt spielt unsere "Zwote" in der Reserverunde und bestreitet die Vorspiele. Gleichzeitiger Aufstieg mit 2 Mannschaften gelang nur noch dem TSV Wabern (Landes-/Bezirksliga).


Nach der Aufstellung der Grillhütte (im Garten von K. Helbig abgebaut), die nun als "Service-Zentrum für heiße Speisen" genutzt wird und der Erweiterung des Parkplatzes erwarten wir in diesem Jahr den Abschluss der Gesamtrenovierung (Sanierung des Dachstuhles, Anbau).


Selbstverständlich gehört zu einer Fußballsparte auch eine Jugendabteilung, (Gastspieler beim FC Schwalmstadt), eine Abteilung der "Alten Herren" (dieses Jahr aufgelöst nach Einstellung des Spielbetriebes in 2010) und unsere Schiedsrichter (liebevoll unsere "Pfeifen" genannt.


(Ohne Schiedsrichter könnte kein Fußballspiel und viele andere Spiele nicht durchgeführt werden.)


Außer auf sportlichem Gebiet beteiligt sich der Verein sehr aktiv am Dorfgeschehen und freut sich über die immer gute Zusammenarbeit mit den anderen örtlichen Vereinen.


All denen, die sich in der Vereinsgeschichte zur Verfügung gestellt und sich um das Vereinsleben bemüht haben, sei an dieser Stelle für ihren Idealismus und Einsatz Dank gesagt.


All denen, die zur hundertjährigen Geschichte unseres Vereines beigetragen haben aber nicht mehr unter uns sind, werden wir stets gedenken.


All denen, die hier nicht erwähnt sind oder deren Bilder nicht in der Chronik erscheinen, sei versichert, dies geschah nicht aus Absicht und man möge den Gestaltern verzeihen.


Danke sagen wir auch allen Mitgliedern, allen Gönnern und Helfern, die mit ihren Spenden, Beiträgen und ihrer Arbeit dazu beitragen, dass der Verein weiter seine Stellung im Dorfleben und sein sportliches und soziales Angebot erhalten kann.


Der nächste Höhepunkt war das 100-jährige Vereinsjubiläum mit der Festwoche vom 10.06. - 19.06.2011, zu dem wir Sie alle recht herzlich eingeaden haben, nicht nur als Besucher sondern auch zur aktiven Teilnahme im sportlichen Bereich teilzunehmen.


Wenn Sie Mitglied werden wollen, die Beitrittserklärung finden Sie auf unserer Webseite.


Die Chronik mit der Geschichte des Vereines, alten und neuen Bildern, Grußworten, Berichten der verschiedensten Art und anderen interessanten Seiten erscheint nach der Jubiläumswoche, um die Darstellung des Vereines von 1911 bis heute zu vervollständigen.


Dazu gehört auch die Dokumentation dieser Woche in Bild und Wort.


Wir bedanken uns bei den Geschäftsleuten, Freunden und Gönnern des Vereines, ohne deren Engagement als Mitgestalter in Form von Anzeigen der Druck einer solchen Chronik nicht möglich wäre. Wir dürfen Sie bitten, bei Ihrem nächsten Einkauf oder einer Auftragserteilung daran zu denken.


Allen, die helfend mit Rat und Tat zum Gelingen unserer Veranstaltungen beigetragen sei herzlich gedankt!


Gerhard Matthies